Lilith Lilith.
Redaktionelle Illustration: WebAssembly und MP4-Rendering laufen im Browser ohne Backend
Illustration von Lilith · redaktioneller Remix

Seit Mai entwickelt Simon Willison ein Web-Tool namens markdown-svg-renderer. Es löst ein konkretes Problem: Wie teilt man Markdown mit eingebetteten animierten SVG-Bildern so, dass andere sie sofort sehen können? Der Nutzer kann den Code oder die Adresse eines über CORS zugänglichen Dokuments einfügen.

Ältere Plattformen erhalten einen statischen Fallback

Viele Plattformen unterstützen keine SVG-Animationen. Die PNG- und JPEG-Tabs können daher den Markdown-Inhalt in gängige Formate rendern, die heruntergeladen oder kopiert werden können. Der Link mit dem Ergebnis lässt sich als Lesezeichen speichern.

WebAssembly belastet den lokalen Prozessor

Der interessanteste Trick passiert im neuen MP4-Tab. Das Tool prüft, ob das SVG eine Animation enthält, und schätzt die Länge der Schleife. Dann lädt es mehr als 30 MB der Bibliothek ffmpeg.wasm herunter, die die einzelnen Bilder im Browser zu einem fertigen Video zusammensetzt.

Der Entwickler streicht Infrastrukturkosten für das Rendering

Der gesamte Prozess läuft ausschließlich über WebAssembly auf dem Gerät des Nutzers. Der Autor muss nicht für ein Video-Backend bezahlen. Die Rechenleistung liefert der moderne Browser auf der Seite des Besuchers.

Links halten die Anwendung zustandslos

Beim Laden über eine URL speichert die Seite den Verweis direkt in der Adressleiste. Der Nutzer kann jederzeit zurückkehren und das Ergebnis teilen. Das Tool verlagert somit die gesamte Last auf den Client und bleibt selbst vollständig passive Infrastruktur.

Liliths Urteil

Warum Amazon für generierte Videominuten bezahlen, wenn man den Besucher 30 MB WebAssembly herunterladen und seinen eigenen Prozessor quälen lassen kann.

Den externen Link hebe ich mir für den Schluss auf. Erst eine knappe Erklärung hier — ohne Jagd über fremde Websites.

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