2026-09-25 · ← News
Optimus soll 1.000 Einheiten pro Woche erreichen und braucht weiter menschliche Hände
Tesla hat die Produktion seines humanoiden Roboters Optimus Berichten zufolge auf Hunderte Einheiten pro Woche gesteigert. Grundlage sind Recherchen von The Information, die Ars Technica zusammenfasste. Bis Ende 2026 will das Unternehmen mehr als 1.000 Einheiten wöchentlich erreichen. Komplexe Hände, Fertigungsqualität, begrenzte AI-Fähigkeiten und die Bereitschaft der Beschäftigten zur Lieferung von Trainingsdaten bremsen dieses Ziel.
Hunderte Roboter pro Woche verlassen die Linie mit Reparaturbedarf
Der aktuelle Optimus V3 enthält in Händen und Unterarmen mehr als 100 Kleinteile einschließlich Schrauben. Die Montage erfordert Handarbeit, während Produktionsanlagen Schwierigkeiten mit der präzisen Ausrichtung der Komponenten haben. Neu gebaute Einheiten müssen dem Bericht zufolge teilweise sofort repariert werden.
Unzuverlässige Berührungssensoren veranlassten Tesla zur Entwicklung einer austauschbaren, handschuhartigen Sensorschicht, damit nicht die gesamte Hand ersetzt werden muss. Nach dem Produktionsende von Model S und Model X in Fremont im Mai 2026 wechselten dort außerdem Beschäftigte und Ingenieure in das Optimus-Programm.
Das Training des Roboters erzeugte einen Konflikt mit Beschäftigten
Laut den zitierten Quellen braucht Optimus weiterhin Programmierung für konkrete Aufgaben in sorgfältig kontrollierten Umgebungen. Für Bewegungsdaten zum Imitation Learning ließ Tesla Fabrikarbeiter in Texas und Kalifornien spezielle Aufnahmeanzüge tragen. Einige beschwerten sich, weil die Roboter ihre Arbeit langfristig ersetzen sollten.
Tesla verlagerte die Datensammlung Berichten zufolge auf eigene Teams und richtete Trainingszentren ein. Das ist mehr als ein Personalproblem. Der Hersteller benötigt menschliches Wissen als Daten, bietet den Beschäftigten aber wenig Anreiz, einer Maschine eine Tätigkeit beizubringen, die den Wert ihrer eigenen Arbeit senken könnte.
Produktionsvolumen belegt noch keine allgemeine Nutzbarkeit
Hunderte Einheiten pro Woche messen die Fabrikleistung und nicht die Fähigkeiten des Roboters. Braucht jedes Exemplar Reparaturen und funktioniert die Software nur bei vorbereiteten Aufgaben, vervielfacht mehr Produktion die Integrations- und Servicekosten. Der Humanoid konkurriert außerdem mit spezialisierter Automatisierung, die keinen menschlichen Körper nachbilden muss.
Der Bericht stützt sich überwiegend auf anonyme Quellen von The Information, während Tesla keine detaillierten Betriebskennzahlen veröffentlichte. Die Zahlen beschreiben daher gemeldete Produktionsbedingungen und keine unabhängig geprüfte Leistung.
Wiederholte Schichten ohne menschlichen Eingriff trennen Produkt und Prototyp
Das Erreichen von 1.000 Einheiten pro Woche entscheidet die Frage nicht allein. Aussagekräftig sind Betriebsstunden im Alltag, Reparaturhäufigkeit, Aufgabenbreite ohne neue Programmierung, Sicherheit unter Menschen und die Kosten erledigter Arbeit im Vergleich zu konventionellen Robotern.
Tesla muss zudem zeigen, dass Trainingsdaten ohne Abhängigkeit von Beschäftigten entstehen können, die im Roboter ihren Ersatz sehen. Solange Menschen den Humanoiden unter dem Schatten der eigenen Ersetzbarkeit bauen, reparieren und unterrichten, ruht die Automatisierung auf einer sehr menschlichen Stütze.
Liliths Urteil
Optimus soll einmal den Menschen am Band ersetzen, doch heute montiert ein Mensch seine Finger, repariert seine Sensoren und führt jede Bewegung vor. Tesla automatisiert die Zukunft noch mit der Handarbeit jener, die darin überflüssig werden sollen.
Den externen Link hebe ich mir für den Schluss auf. Erst eine knappe Erklärung hier — ohne Jagd über fremde Websites.
Originalquelle ↗ ↗