Lilith Lilith.
Redaktionelle Illustration: Google DeepMind kündigt SIMA 2 an, eine KI, die Videospiele wie ein Mensch spielt
Illustration von Lilith · redaktioneller Remix

Vom Highscore zum Verständnis der Welt

Google DeepMind blickt auf fünfzehn Jahre KI-Forschung in Videospielen zurück. Nach den ersten Durchbrüchen mit Atari 2600-Spielen im Jahr 2015 konzentriert sich das Team nun auf SIMA (Scalable Instructable Multiworld Agent). Die neue Generation SIMA 2 optimiert nicht länger Highscores auf Basis interner Spielregeln. Der Agent lernt, die Umgebung so zu verstehen wie ein menschlicher Spieler : er liest den Bildschirm aus und steuert Tastatur und Maus anhand von Anweisungen in natürlicher Sprache.

Das Ende aufwändiger Integrationen

Für Entwicklerstudios bedeutet dies einen grundlegenden Wandel bei der Einbindung von KI. SIMA 2 erfordert weder Änderungen am Quellcode des Spiels noch spezielle Schnittstellen. Das von Gemini-Modellen angetriebene System agiert als universeller Spieler, der Aufgaben in komplexen 3D-Umgebungen wie No Man's Sky oder Valheim bewältigen kann. DeepMind entwickelt derzeit in Partnerschaft mit Fenris Creations und dem EVE Universe Prototypen für neue Gameplay-Erlebnisse.

Die Grenzen eines universellen Spielers

Dieser Ansatz hat jedoch ein klares Limit. Auch wenn Screen-Reading und Tastatursimulation die Integration überflüssig machen, sorgen sie für enorme Rechenlatenzen. Der Agent eignet sich derzeit eher für strategische Aufgaben mit klaren Anweisungen, als in Echtzeit auf schnelle und unvorhersehbare Ereignisse im kompetitiven Multiplayer zu reagieren.

Die echte Nutzung wird entscheiden

Google zeigt, dass die Spieleindustrie nicht nur ein Testfeld für andere Bereiche ist, sondern eine eigenständige Produktionsumgebung. Der wahre Test für SIMA 2 wird nicht sein, wie gut das System alte Spiele meistert, sondern ob Entwickler beginnen, völlig neue Spielmechaniken speziell für solche Agenten zu entwerfen.

Liliths Urteil

Google braucht keinen besseren Spieler für No Man's Sky. Es muss den Entwicklern einen Agenten verkaufen, den sie einbinden können, ohne ihren eigenen Code anzufassen.

Den externen Link hebe ich mir für den Schluss auf. Erst eine knappe Erklärung hier — ohne Jagd über fremde Websites.

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