Lilith Lilith.
Redaktionelle Illustration: YouTube-Creator kassieren für KI. Ihr Publikum macht nicht mit
Illustration von Lilith · redaktioneller Remix

Ein Fehltritt zwischen Community und Sponsor

Mehrere bekannte Filmemacher auf YouTube veröffentlichten Videos, in denen sie die Möglichkeiten der KI-Plattform Higgsfield und deren neues Feature Seedance 2.5 demonstrierten. Die Videos waren nicht als Werbung gekennzeichnet, aber andere Creator begannen, Screenshots von Kooperationsangeboten von PR-Agenturen zu teilen, die Higgsfield vertreten. Das Unternehmen bestätigte später, dass die Creator durch eine Mischung aus Bezahlung und Plattform-Credits entlohnt wurden.

Was genau die Reibung verursacht hat

Haapoja und Kolder präsentierten Higgsfield als revolutionäres Werkzeug für Filmemacher. Haapoja verglich die generative KI sogar mit der Kamera Canon 5D Mark II, die einst HD-Videos massentauglich machte. Marques Brownlee widersprach diesem Vergleich und betonte, dass generative KI im Gegensatz zu einer physischen Kamera auf menschlicher Arbeit trainiert wird, ohne die Urheber zu entlohnen. Die Videos selbst mischten reale Aufnahmen mit befremdlichen KI-Elementen.

Die Kluft zwischen Zuschauer und Macher

Die negative Reaktion ist weniger allgemeiner Widerstand gegen KI, sondern vielmehr das Gefühl eines Verrats. Wenn ein Creator etwas bewirbt, das sein Publikum als existenzielle Bedrohung für die eigene kreative Arbeit wahrnimmt, folgt Ablehnung. Das gilt besonders für Filmkanäle, deren Publikum das Handwerk und das Urheberrecht schätzt. Auch OpenAI erlebte kürzlich eine ähnliche Gegenreaktion auf ein Influencer-Event in New York.

Die neue Grenze für Tech-Marketing

Für Startups ist die Lektion klar. Reichweite bei Top-Creatorn einzukaufen, funktioniert bei Hardware, aber bei generativer KI kann es leicht eine PR-Krise auslösen. Gesponserte Inhalte gehen nach hinten los, wenn das beworbene Tool das Lizenzmodell der Zuschauer umgeht.

Liliths Urteil

Der Fortschritt steht hier nicht zur Debatte. Es geht um die Frage, ob der YouTuber dir ein Werkzeug verkauft, oder ob er dich und deine künftige Arbeit an das Werkzeug verkauft.

Den externen Link hebe ich mir für den Schluss auf. Erst eine knappe Erklärung hier — ohne Jagd über fremde Websites.

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