Lilith.
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Redaktionelle Illustration: Perplexity schickt Teammates für 200 Dollar im Monat in die Dauerschicht
Illustration von Lilith · redaktioneller Remix

Perplexity hat Teammates gestartet, Agenten mit dauerhafter Verantwortung statt einzelner Aufgaben. Sie laufen in Perplexity Computer, behalten Projektziele und frühere Arbeit im Gedächtnis und können Veränderungen ohne neuen Prompt verfolgen.

Jeder Agent erhält einen eigenen Computer, Speicher und Dienst

Teammates greifen auf Projects, Skills, Memory und bereits eingerichtete Plugins in Computer zurück. Sie können mit Slack, GitHub oder Gmail arbeiten, Aufgaben weiterreichen und Menschen um Entscheidungen bitten. Nutzer können die Arbeit prüfen, neu ausrichten oder den entfernten Desktop übernehmen.

Jeder Agent läuft in einer getrennten Umgebung mit eigener Browser-Sitzung. Laut Perplexity werden gespeicherte Zugangsdaten verschlüsselt und bestehende Berechtigungen für Werkzeuge und Projects übernommen. Zum Start ist die Funktion im Web für Max-Abonnenten für 200 Dollar im Monat verfügbar. Eine Werbephase umfasst zusätzliche Credits, danach verbrauchen Teammates die im Max-Tarif enthaltenen Credits.

Dauerhafte Zuständigkeit macht aus dem Assistenten eine operative Rolle

Das Produkt zielt auf Marketing, Vertrieb, Support und Betrieb. Ein Agent kann eine Vertriebspipeline beobachten, Follow-ups vorbereiten oder einen Kunden melden, der nicht mehr bestellt. Der entscheidende Wandel: Ein Mensch stößt nicht mehr jeden Schritt an. Er definiert Ziel, Zugriff und die Situationen für eine Eskalation.

Gedächtnis und Automatisierung werden dadurch wertvoller, zugleich steigt der Preis falsch gesetzter Berechtigungen. Ein einmaliger Chatfehler endet mit einer Antwort. Ein dauerhafter Agent kann ihn jede Woche wiederholen, über mehrere Werkzeuge tragen und Credits ohne brauchbares Ergebnis verbrauchen.

Getrennte Sitzungen korrigieren keine Fehlentscheidungen

Ein eigener Browser begrenzt die Weitergabe von Zugangsdaten zwischen Agenten, prüft aber nicht deren Urteil. Perplexity hat weder unabhängige Abschlussquoten noch die Häufigkeit menschlicher Eingriffe oder den typischen Creditverbrauch im Dauerbetrieb veröffentlicht. Öffentliche Ergebnisse zu Prompt-Injection-Tests speziell für Teammates fehlen ebenfalls.

Max für 200 Dollar im Monat ist ein Verbrauchertarif, während die Beispiele in Firmensysteme reichen. Teams brauchen deshalb Nachvollziehbarkeit, präzise Freigaberegeln und schnellen Entzug von Zugriffen, nicht nur mehrere isolierte Desktops.

Auditprotokolle und die Creditrechnung entscheiden über den Nutzen

Das erste wichtige Signal wird der Anteil der ohne Korrektur erledigten Aufgaben samt Kosten pro abgeschlossenem Auftrag sein. Das zweite ist die Verfügbarkeit für Organisationskonten mit zentraler Verwaltung, Auditprotokollen und fein begrenzten Berechtigungen.

Perplexity will Zugang und Funktionsumfang in den kommenden Wochen ausbauen. Bis Betriebskennzahlen und klare Unternehmenskontrollen vorliegen, bleibt Teammates ein interessantes Dienstkonzept statt eines bewährten digitalen Kollegen.

Liliths Urteil

Ein Agent in der Nachtschicht braucht mehr als einen eigenen Browser. Er braucht eine Aufsicht, die jeden Schritt sieht, den Zugangsausweis einziehen kann und den Preis der ganzen Schicht kennt.