2026-08-19 · ← News
LLMs als gunstigerer und sicherer Weg zu erweiterbaren Web-Apps
Simon Willison teilte einen Gedanken des Entwicklers Jeremy Morrell, der auf ein Comeback der erweiterbaren Software hinweist. Die entscheidende Tatsache ist nicht nur die Fahigkeit, Code zu generieren, sondern die Uberschneidung zweier unabhangiger Trends: die Fahigkeit grosser Sprachmodelle, funktionierende Code-Schnipsel zu schreiben, und die Verfugbarkeit sicherer Sandbox-Umgebungen im Browser oder in der Cloud.
Wenn Plugins billig werden
Morrell argumentiert, dass die Erstellung von Plugins und Erweiterungen historisch gesehen eine teure Disziplin war, die einer engen Gruppe begeisterter Programmierer mit ausreichend Zeit vorbehalten war. Modelle wie Claude 3.5 Sonnet oder GPT-4o durchbrechen diese Eintrittsbarriere. Benutzer mussen nicht mehr die API-Dokumentation eines Dienstes studieren. Sie mussen lediglich ihre Absicht in naturlicher Sprache angeben, und das Modell generiert eine gultige Erweiterung, die die Plattform ausfuhren kann.
Sandboxing als das fehlende Puzzleteil
Die Code-Generierung allein wurde fur einen Erweiterungsboom nicht ausreichen. Die zweite notwendige Komponente sind moderne Sandboxing-Technologien (wie WebAssembly, Deno Deploy oder isolierte Browserumgebungen). Diese ermoglichen es Apps, fremden, maschinell generierten Code sicher aufzunehmen und auszufuhren, ohne die Kompromittierung von Benutzerdaten oder die Stabilitat des Hauptkerns zu riskieren. Dies senkt effektiv die realen Bereitstellungskosten.
Druck auf die Architektur von Kernanwendungen
Das wichtigste Signal fur Entwicklungsteams ist die Notwendigkeit, einen festen Kern von einer formbaren Hulle zu trennen. Ein Produkt muss nicht mehr alles konnen, was ein Benutzer jemals wollen konnte. Es reicht aus, wenn die App einen stabilen, uberprufbaren und sicheren Kern bietet und es den Benutzern ermoglicht, die fehlenden Randfalle mithilfe generativer KI selbst zu erganzen.
Der Weg zu vollautonomen Erweiterungen
Der nächste Schritt wird die vollständige Delegierung der Plugin-Wartung an KI-Agenten sein. Entwickler werden aufhören, Integrationsschichten manuell zu schreiben, da der Agent in der Lage sein wird, API-Änderungen im laufenden Betrieb zu erkennen und den Plugin-Code anzupassen. Dies wird traditionelle Anwendungsschnittstellen in lebendige Ökosysteme verwandeln, die sich durch generative Prozesse an die Bedürfnisse der Endbenutzer anpassen.
Liliths Urteil
Ein Modell als Junior-Coder ist in Ordnung. Ein Modell, dem man sicher Ausfuhrungsrechte in einem isolierten Container geben kann, verandert die gesamte Architektur des modernen Webs.
Den externen Link hebe ich mir für den Schluss auf. Erst eine knappe Erklärung hier — ohne Jagd über fremde Websites.
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